Herzlich Willkommen auf den Seiten des Flugsportvereins Tübingen e.V.!
Seit der Gründung 1950 betreiben unsere Mitglieder mit viel Leidenschaft und Engagement den Segelflug. Unsere Schwerpunkte dabei sind eine gute Jugendarbeit und die Förderung des sportlichen Streckenflugs. Unsere modernen und gut gepflegten Segelflugzeuge und einen Motorsegler halten wir startklar auf dem Farrenberg (bei Mössingen/Talheim) an den Wochenenden von März bis November. Sie können uns dort gerne besuchen, wenn Sie Interesse haben! Bis dahin wünschen wir viel Spaß beim Stöbern auf unseren Seiten.

Bundesliga 2019: Richtig spannend wird es am Schluss!

Seit 7 Jahren fliegt der FSV Tübingen in der 2. Bundesliga, und unterstreicht damit sein sportliches Niveau. Hier fliegen die besten 60 Vereine in Deutschland an jedem Wochenende von April bis August gegeneinander. Die schnellsten 3 Flüge des Vereins zählen für die Wertung. Da fast alle unserer Top-Piloten auch Fluglehrer sind und die Schulung bei uns vorgeht, hatten wir diese Saison nur selten 3 Flüge zusammenbekommen. Ein Teil der Fluglehrer war auf Meisterschaften unterwegs und unsere Region hatte dieses Jahr an den Wochenenden etwas Wetterpech. Somit fand sich der FSV am Ende der Tabelle wieder und bis vor 3 Wochen war der Abstieg aus der Liga eigentlich sicher. Erst beim Fluglager in Bayreuth, waren 4 Fluglehrer dabei, so dass die Schulung und die Streckenflüge gleichzeitig stattfinden konnten und sofort hat der FSV sein Leistungspotenzial demonstriert und mit einem 6. Und 9. Platz unter den 30 Vereinen sehr gut gepunktet. Das war in der Wertung ein Sprung nach vorne und der Klassenerhalt ist in greifbarer Nähe. Alles hängt jetzt von dem letzten Liga-Rennen an diesem Wochenende ab. Einfach wird es nicht! Zum Liga-Erhalt müssten wir 10 Plätze besser punkten als der Verein vor uns und fast so gut wie die Vereine hinter uns. Auch die Anderen werden zum Endspurt blasen. Vom Wetter können wir keine Bevorzugung erwarten, es verspricht Deutschlandweit gut zu werden. Natürlich geben wir Alles!

14 Jahre jung und alleine im Cockpit….

Unser Mili startet mit noch 13 Jahren seine Flugausbildung bei uns. Dies war unter anderem möglich, da der Fliegerarzt ihm die geistige und körperliche Reife dafür bescheinigt hat. So startet der junge Mann sehr engagiert und motiviert seine Ausbildung im Frühjahr 2019. Im August 2019, bei unserem Fluglager in Bayreuth ist es soweit. Er macht seinen ersten Solostart. Der Fluglehrer bleibt am Boden. Mili fliegt seine A- Prüfung mit Bravour. Schon unglaublich: Zu jung um im Straßenverkehr Mofa zu fahren- alt genug um alleine ein Flugzeug zu fliegen. Ganz starke Leistung Mili. Motivation und Engagement zahlen sich aus. Wir gratulieren ganz herzlich!

Wir sind zurück!

Alle Vögel waren ausgeflogen. Und das im wahrsten Sinne der Worte…. Ein starkter August. Uwe und Siegbert starteten noch im Juli beim Klippeneck Wettbewerb. Klaus fliegt Grand Prix in Bosnien. Tim mit Team Duo in Lüsse bei Berlin zu Besuch auf dem Fluglager des FSV Gerstetten. Der Rest des Vereins rückt mit allen Segelflugzeugen des Flugsportvereins Tübingen ab nach Bayreuth aufs Fluglager. Hier beginnt eine tolle Woche voller Erfolg. Alle Piloten sind wieder vereint und erbringen tolle Leistungen. Flugschüler Erik fliegt seine 50 km im Rahmen der Streckenflugreife. Er macht einfach 83 km draus. Begleitet wird er von Flugschüler Lennart. Nun steht der Lizenz nichts mehr im Weg. Klaus und Dirk fliegen einen 800 km Flug. Gunter macht seinen ersten Streckenflug mit über 200 km. Jonas Holzem fliegt 2x 300 km. Siegbert 2x 400 km und knapp 600 km. Tim und Gunter im Duo Discus 400 km. Michael Ott vom Flugsportverein Unterjesingen begleitet uns zum Lager und fliegt 2x 500 km. Und das Sahnestück zum Schluss: Unser Flugschüler Mili fliegt mit 14 Jahren das erste mal ohne Fluglehrer. Freiflug :-) Glückwunsch an alle Piloten. Es war eine tolle Woche.

Der Thermik-Tag des Jahres – nein, doch nicht…

Segelflieger-Piloten verfolgen das Wettergeschehen ständig – manche Piloten täglich. Sie studieren Wetterberichte und spezielle Segelflugwettervorhersagen. Der Hintergrund ist, bereits Tage vorher auszumachen, dass ein gutes Wetterfenster herannaht… Sehr sehr gute Wetterlagen gibt es nur wenige male im Jahr – die will der ambitionierte Pilot auf keinen Fall verpassen.

Die Thermikgüte ist so mannigfaltig wie das Wetter selbst; es gibt hunderte unterschiedliche Wettergeschehen, direkt an diesen hängt auch die Stärke der Thermik. Die „Qualität“ der Luftmasse wird bestimmt durch Faktoren wie z.B. Sonneneinstrahlung (W/m2), Luftfeuchtigkeit (g/m3), Luftdruck (Pa), Tageshöchst- und Mindest-Temperaturen oder auch dem Temperaturgradienten (Abkühlung der Luft mit der Höhe). In ganz bestimmten Konstellationen ergibt sich eine außerordentliche ThermikQualität; wir nutzen diese seltenen Tage um „Rekordflüge“ zu versuchen; eine Strecke von über 1000km schreiben sich die Piloten dann auf den Zettel.

Ein solcher Tag zeichnete sich für heute, Sonntag, ab. Eine Kaltfront war durchgezogen. Auf der Rückseite einer solchen Kaltfront ergibt sich eine sehr gute Wetterformation – insbesondere im Frühjahr und dem Einfluss von Polarluft.

Der Flugtag beginnt dann bereits am Abend zuvor. Das Wetter wird im Detail geprüft, oft auch noch spät in der Nacht. Alle Sachen werden bereitgelegt (z.B. Essen, Trinken, Kleidung, Karten, Navigationsrechner usw.) und vielleicht sogar der Flieger hergerichtet. Am eigentlichen Flugtag geht es früh los; „Treffpunkt 6:00Uhr“ heißt es dann im WhatsApp-Chat des Vereins; bis alle Flieger um 9Uhr bereit zum Start bereitstehen, gibt es nämlich jede Menge zu tun.

Dumm nur, wenn die (Kalt)Front etwas zu langsam voranschreitet und am Morgen des gedachten (gehofften Tags) noch nicht vollständig über das Fluggebiet hinweggezogen ist. Das Rückseitenwetter der Kaltfront wird dann nicht wetterwirksam und bringt rein gar nichts. Von dem gehofften Bombenwetter bleibt dann nichts übrig außer eisige Kälte am morgen, frische klare Luft, Bodenfrost (oder sogar Schnee wie heute) UND schlechte Laune bei den Piloten ;-/

Um die Mittagszeit sieht man dann aber das Potential des Wetters – leider eben 6 Stunden zu spät. Am Himmel bilden sich, unmittelbar nachdem die Sonne mal durchkommt, sofort schöne Cumuluswolken wie aus dem Bilderbuch. Mhhhhh, vielleicht klappt es ja das nächste mal.

Die Schüler nutzen das Wetter natürlich trotzdem und kommen ihrem Flugschein ein kleines bisschen näher.

es wellt auf der Alb

Satter Wind aus Südost sorgt für schwache Wellen auf der Alb.

Es hat sich mehr als gelohnt; zunächst hatten wir nur vor, ein paar wenige Schulstarts zu machen. Letztlich kamen aber bis zu 40-minütige Flüge dabei raus. Wie das? – schließlich haben wir erst Ende Februar und die Thermik ist noch extrem schwach?!

Der satte Wind aus Südost mit in der Höhe über 40 km/h sorgte für schwach ausgeprägte und lokal begrentzte Wellenfelder. Diese waren in erreichbarer Ferne zum Flugplatz und somit erreichbar aus der Winde. Waren die Wellen erst mal lokalisiert und verstanden, waren sie auch reproduzierbar anfliegbar. Im Schwarzwald waren die Wellen markanter spürbar. Der Wind ließ im Laufe des Nachmittags allerdings leider etwas nach, sodass die längeren Flüge nur am Anfang des Tages möglich waren. Ja, Segelflieger fliegen auch ganz ohne Thermik ;-)

Hier gibts für alle Nichtflieger ein paar ganz interessante Infos zu Leewellen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Leewelle

Seit dieser Saison begrüßen wir Mili offiziell als Flugschüler unter uns. Mili ist erst 13 Jahre alt. Er begleitet unseren Verein schon seit vielen Jahren – jetzt gehts endlich „richtig“ los für ihn. Mili, herzlich willkommen an Bord. Always happy landings!

Cooler (vorgezogener) Saisonstart auf dem Farrenberg 2019 – so kann es weitergehen.

and the winner is…

…Klaus Kalmbach!

Herzlichen Glückwunsch, Klaus. Aber der Reihe nach;

Klaus flog vom 7. bis zum 13. Januar 2019 die „Auckland Soaring Championship 2019“ in Neuseeland mit. Auckland ist auf der Nordinsel von Neuseeland. Es wurde an 6 von geplanten 7 Tagen geflogen. Zwei mal holte er den Tagessieg – er setze sich insgesamt konsequent gegen die Homies durch und arbeitete einen grandiosen Sieg heraus. 908 Punkte trennen ihm vom Zweitplatzierten. 1033 vom Dritten. Und das mit einem Mini Nimbus, in unbekanntem Terrain und gegen erfahrene Piloten direkt dort aus der Region. Respekt.
Preis: Er kann sich über einen Urlaub in einem Wellness-Hotel freuen. Dazu gibt es für diese Zeit einen Alfa Romeo. Einen Wasserkocher; das wollte Klaus bestimmt schon immer einen haben :-) Man könnte meinen, der Pokal ist das begehrenswerteste… weit gefehlt. Er bekommt weiter einen echt abgefahrenen Kühlschrank im Segelflug-Design!!! Das Problem; dieser Preis geht an den Verein des Piloten – prinzipiell eine tolle Sache, wenn Klaus nicht für den dortigen Verein „Auckland flight Club“ an den Start gegangenen wäre. KLAUS!? – was soll denn bitte das??? :-) wir haben uns schon so sehr auf den Kühlschrank gefreut.

Gute Heimreise, Glückwunsch und; kommt gesund wieder zurück!